Ab in den Schnee

Ein epischer Trip ins Innere British Columbias mit den Giro Snowboardern.

Text von Christian Haller
Fotos von Adam Moran
Kameraarbeit und Bearbeitung von Nathan Avila

Kingfisher B.C. war mein allererster Helikoptertrip, und ich werde mich definitiv bis an mein Lebensende daran erinnern. Ich hatte das Glück, ein starkes Fahrerteam, wie Bryan Fox, Curtis Ciszek und Nils Mindnich, bei einem Teamausflug für Giro Snow zu begleiten. Nicht nur die Fahrer waren erstklassig, das Medienteam mit dem Fotografen Adam Moran, dem Kameramann Nathan Avila und der begleitenden Snowboard-Legende Seth Huot waren einige der bekanntesten Namen bei dem Job.

Wir flogen Ende März Richtung British Columbia, Kanada, und waren auf einer viertägigen Mission zu Kingfisher Heliskiing. Ich glaube, ich hatte so etwas wie Anfängerglück, da es bei unserer Ankunft eine Schicht Neuschnee und eine vielversprechende Wettervorhersage für die nächsten Tage gab. Ich war schon vorher in B.C. und hatte eine Ahnung davon, was für ein Terrain mich erwartete, aber dennoch hatte ich noch niemals zuvor etwas Vergleichbares erlebt.

„Wenn etwas, das Du geplant hast, so abläuft,
wie Du es Dir vorgestellt hattest, ist dies das schönste Gefühl auf der Welt.
Ich bin eine konzeptuelle Person, weshalb diese
Art von Dingen mich wirklich glücklich machen.“

Ich bin im Schweizer Engadin aufgewachsen, einer der beliebtesten nationalen Regionen für Freeriding, und erlernte das Snowboarden Tag für Tag, indem ich in der Nachbarschaft meines Heimatorts unterwegs war. Obwohl ich mich in den vergangenen Jahren auf Halfpipe-Wettbewerbe konzentriert habe, wollte ich immer meine Fahrkünste für Skitouren verbessern. Mit diesem Trip eröffnete sich mir eine riesige Chance und ich wollte zeigen, was ich kann. Ich fühlte mich von Beginn an pudelwohl und begann direkt, mich mit den Teammitgliedern anzufreunden. Ich fühlte mich wie ein Kleinkind im Süßigkeitengeschäft, als ich das Gelände sah und erkannte, wie einfach alles mit dem Helikopter zugänglich ist. Auf dem Gipfel einer Bergwand zu stehen, ist etwas ganz Anderes als auf einer Halfpipe zu stehen. Das Analysieren der Strecke und das Entscheiden, welchen Weg man nach unten nimmt, wie man seine Ausrüstung handhabt und vielleicht, welche Tricks man anwendet, waren die Dinge, die mich immer mehr interessierten - aber an erster Stelle kam, mich maximal anzustrengen. Auf meinem letzten Streckenabschnitt standen alle Jungs auf einer Bergwand und hatten einen geeigneten Weg ausgewählt. Während sich der Schatten ausbreitete, suchte ich verzweifelt nach meinem Weg abwärts und grübelte ständig nach. Am Ende fand ich einen kleinen Weg, der mit einer Kurve zwischen zwei Bäumen hindurch begann und von einer kleinen Kurve in einer Schlucht gefolgt wurde und mit einem Abwärts-Kissensprung ins Flache mit einer Methode endete. Wenn etwas Geplantes so abläuft, wie Du es Dir vorgestellt hattest, ist dies das schönste Gefühl auf der Welt. Ich bin eine konzeptuelle Person, weshalb diese Art von Dingen mich wirklich glücklich machen.

„... die abschließende Restfahrt hinunter zum Helikopter
nach einem Shooting-Spot, wo wir alle
aufdrehen konnten, war eines der tollsten Dinge, die ich
je auf einem Snowboard erlebt habe.“

An vier Tagen lernte ich mehr beim Fahren, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Die Anwesenheit von Nate Avila bei dem Trip, der mir anfangs beim Finden einiger Wege half und mir sagte, was gut in der Kamera aussah und was weniger geeignet war. Das Kennenlernen von Bryan und Curtis, die wie Brüder von unterschiedlichen Müttern sind und die ich nur aus Snowboard-Videos gekannt hatte - sie waren eine der besten Unterhaltungen, die ich seit langer Zeit erlebte.

Ich muss zugeben, dass die abschließende Restfahrt hinunter zum Helikopter nach einem Shooting-Spot, wo wir alle aufdrehen konnten, eines der tollsten Dinge war, die ich je auf einem Snowboard erlebt habe. Und natürlich das Wiedersehen mit meinem Kumpel und Giro Team-Manager: Todd Kupke schickte uns den Berg hinab und zog irgendwann einen Tomahawk Todd - das war eines der vielen Highlights des Trips. Kingfisher war wirklich das Größte, und ich hoffe, bald zurückkehren zu können.

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